Ein Leben in der Zukunft

Heute ist etwas Merkwürdiges passiert. Ich habe eine E-Mail bekommen… aus der Zukunft! Wie ist das möglich? Ein Fehler im Mail-Programm? Eine Zeitmaschine? 

Die E-Mail stammt von einem Mädchen aus Indien und erzählt von einem ganz besonderen Tag für sie. Doch bevor ich zu viel verrate, hier die Geschichte: 

Aynur ist sehr aufgeregt. Endlich! Auf diesen Tag hat sie schon so lange gewartet. Ein letztes Mal blickt das Mädchen aus dem Fenster ihres kleinen Zimmers. Weit unter sich sieht sie verdörrte Bäume und braune Sträucher.  Zwei dünne Vögel kreisen über einem alten Hund, welcher sich kraftlos durch die schmutzigen Straßen schleppt. 
Arbeiter schlurfen mit hängenden Schultern über den glühenden Asphalt. Sie tragen weiße Anzüge, die den Körper vor den heißen Sonnenstrahlen schützen sollen, und Atemmasken damit die giftigen Gase nicht eingeatmet werden. 

Doch Aynur macht sich keine Sorgen wegen der Umwelt, den kranken Tieren und Menschen oder wegen der Sonne, die jeden Tag heißer zu werden scheint. Nein, für sie ist das alles bald vorbei. In gerade einmal einem Tag, am 26. September 2065, würde ihre Mama zu ihr ins Zimmer kommen, den gepackten Koffer nehmen und in eines der Schwebetaxis verfrachten. Dann würden sie zusammen mit ihren Eltern zum Weltraumflughafen nach Neu Delhi fahren. 
Dort angekommen erwartet sie der „Elevator 03“, ein Aufzug der die Erde mit dem Mond verbindet.

Dieser Aufzug fährt mit einer Geschwindigkeit von 200km/h und bietet Platz für 30 Menschen. Ein Ticket kostet ein kleines Vermögen. Ihre Eltern hatten drei Jahre lang jeden Cent gespart, nur um diese Reise auf den Mond finanzieren zu können. 

Auf dem Mond gibt es kugelförmige Siedlungen, die wie rießige Gewächshauser aussehen. Darin leben die Mondis, so werden die Auswanderer gennant. Sie arbeiten und leben in einer wundersamen Umgebung, die angeblich frei von jeglichen Verschmutzungen sei. Pflanzen wachsen nicht in Erde, sondern stecken in Wassertanks, die sie mit allen Nährstoffen versorgen. Autos gibt es keine, dafür aber elektrische Scooter die federleicht durch die Lüfte sausen. Alle Vitamine und Nährstoffe werden durch das Leitungswasser aufgenommen. Feste Nahrung gibt es nicht mehr.

In die Schule müsste sie auch nicht mehr gehen, dafür gibt es Denkomaten. Das sind kleine Räume in die man sich für eine Stunde am Tag begibt und wo einem alle wichtigen Informationen direkt in den Kopf eingespeichert werden. 

 „Das bedeuet den Rest des Tages kann ich mit meinen Freunden Schwebeball spielen, Hologramm- Nachrichten ausstauschen, Weltraumponys fliegen und 6D Filme schauen!“, fantasiert Aynur fröhlich. Sie bewegt sich vom Fenster weg und lässt sich in ihr Bett fallen.  Glücklich schließt sie ihre Augen und träumt von all den Sachen, welche sie am Mond machen wird. 

Am nächsten Morgen…

Wie könnte die Geschichte weiter gehen? Was könnte auf dem Mond passieren? Ist das Leben dort schön? Schreibe die Geschichte weiter. Was denkt ihr darüber? Gefällt euch die Geschichte?

Wie stellst du dir die Mondsiedlung von Aynur vor? Zeichne ein Bild davon.

Würdest du gerne auf dem Mond leben? Warum? Warum nicht? Wie stellt ihr euch die Zukunft vor? Überlege und Sprich mit deinen Eltern, Geschwistern, Verwandten, Freunden.

Schreibe uns deine Ideen und Geschichten in die Kommentare oder lade deine selbst gezeichneten Bilder hoch. Wir sind sehr gespannt, was euch so alles einfällt 🙂

Lernziele

  • Lesekompetenz fördern
  • Kreatives Denken anregen
  • Verfassen von Texten in der 3. Person üben
  • Kommunikation von Problemstellungen, Rätseln und deren Lösungen trainieren

Lernziele

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