Gletscher auf dem Rückzug

Gletscher schmelzen und schmelzen

Man hört immer wieder das Nachhaltigkeit sehr wichtig ist und wir junge Leute dafür verantwortlich sind, dass spätere Generationen ein schönes Leben führen können.

Nun stellst du dir vielleicht die Frage, warum Nachhaltigkeit so wichtig ist und welche Auswirkungen wirklich für die spätere Generation entstehen können bzw. welche Probleme bereits für uns entstanden sind. Eines dieser Probleme ist das Schmelzen der Gletscher. Ich möchte dir deshalb in diesem Beitrag die Gletscherschmelze erklären.

Wie entstehen Gletscher?

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Gletscher sind große Mengen an Eis, die sich langsam von den Bergen in die Täler bewegen bzw. fließen. Die meisten Gletscher wurden während der letzten Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren gebildet. Zu dieser Zeit war mehr als ein Drittel der Erde von starken Eismassen bedeckt. Im Laufe der Zeit schmolz das Gletschereis jedoch weiter. Heute bedecken Gletscher nur noch etwa zehn Prozent der Erdoberfläche.

Um einen Gletscher zu bilden, muss es kalt genug sein und es muss schneien. Ab einer bestimmten Höhe der sogenannten Schneegrenze ist es so kalt, dass es nicht mehr regnet, sondern nur noch schneit. Dies betrifft sowohl den Winter als auch die restlichen Jahreszeiten. Wenn die Schneefallmenge die Schneeschmelze überschreitet, bilden sich Gletscher.

Gletscher bestehen aus drei Schichten:
Wenn man die Schichten von oben nach unten betrachtet, wird die erste Schicht vom Schnee gebildet. Die mittlere Schicht ist die sogenannte Firnschicht. Durch diesen ständigen Wechsel aus Schmelzen und Auftauen werden aus dem Schnee kleine, zusammenklebende Eiskörner. Die letzte und dritte Schicht bildet dann das Eis.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Gletscher?

Das Bild zeigt das Schmelzen der Gletscher und das daraus entstehende Wasser

Aufgrund des Klimawandels und des Treibhauseffekts schmelzen die Gletscher immer schneller. Experten befürchten, dass bis 2100 alle Gletscher der Welt um etwa ein Drittel schrumpfen werden. Das Verschwinden des ewigen Eises hat Folgen: Flüsse und Ozeane entspringen, weil sie das Schmelzwasser der Gletscher aufnehmen müssen.

Dies kann zu Überschwemmungen, Überschwemmungskatastrophen oder Trümmerlawinen führen.

Auf lange Sicht wird das Trinkwasser durch das Abschmelzen der Gletscher ebenfalls knapp.
Die Gletscher sind wichtige Trinkwasserspeicher, welche vor vielen Jahren Regen und Schnee gespeichert haben. Wenn die Temperatur zu hoch ist und das Eis schmilzt, kann der Gletscher kein Wasser mehr speichern.

Um das Abschmelzen der Gletscher zu verlangsamen, sind viele Eisriesen mit einer speziellen weißen Folie bedeckt. So bleibt Schnee auf dem Gletscher und schützt das Eis darunter. Die Folie kann den Schmelzprozess nicht stoppen, sondern nur die Schmelzgeschwindigkeit verlangsamen.

Das Quiz

Gletscher sind große Mengen an .

Die meisten Gletscher wurden während vor etwa gebildet.

Die mittlere Schicht der Gletscher nennt man .

Experten befürchten, dass im Jahre 2100 alle Gletscher um etwa ein geschrumpft sind.

Das Schmelzen des Eises kann zu führen.

Auch in Österreich haben wir Gletscher. Der größte Gletscher in Österreich ist die Pasterze im Nationalpark Hohe Tauern mit einer Länge von etwas über acht Kilometern! Weil ganzjährig Schnee liegt, kann man auf einigen Gletschern auch das ganze Jahr über Ski fahren.
Warst du schon mal außerhalb der Wintersaison Ski fahren oder hast du schon mal einen Gletscher gesehen? Wir freuen uns auf deine Kommentare!

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Lernziele

Kinder sollen …

  • neue Begriffe kennenlernen

  • ein Bewusstsein für nachhaltiges Denken bekommen und mögliche Folgen für spätere Generationen bewusst werden

  • zum Denken angeregt werden