Ab in den Süden!

Für die Zugvögel ist der Herbst die Zeit, in der sie die kühleren Gebiete verlassen und nach Süden in wärmere Länder fliegen. Dabei fliegen sie hunderte oder tausende Kilometer. Manchmal sogar ohne Unterbrechung!

Im Frühling, wenn es bei uns dann wieder wärmer wird, kehren sie wieder zurück.

Zugvögel sind also Vogelarten, die ihren Lebensraum im Jahr wegen den Jahreszeiten wechseln.

Warum fliegen die Zugvögel in den Süden?

Der Grund, warum die Zugvögel im Herbst in den Süden fliegen, ist die Nahrung. Wenn es bei uns kalt wird, wird es für die Vögel schwieriger Nahrung wie Insekten oder Frösche zu finden. Damit die Vögel überleben können fliegen sie in wärmere Gebiete, in denen es mehr Nahrung gibt.

Wie weit fliegen Zugvögel?

Je nach Vogelart fliegen die Vögel unterschiedlich weit. 

Kurzstreckenzieher

Kurzstreckenzieher fliegen weniger als 2000 Kilometer und überwintern im Süden von Europa. Der Star ist zum Beispiel ein Kurzstreckenzieher. 

Teilzieher

Teilzieher sind Vogelarten, bei denen nicht jeder Vogel wegfliegt. Es kann sein, dass einige Richtung Süden fliegen und andere jedoch bei uns bleiben. 

Langstreckenzieher

Langstreckenzieher fliegen sehr lange Distanzen wie zum Beispiel nach Afrika. Zu diesen zählen der Storch, die Schwalbe und der Kuckuck.

Auch nach Österreich fliegen manche Vogelarten aus dem Norden. Buchfinken kommen zum Beispiel aus Nordeuropa zu uns und überwintern hier.

Was schätzt du? Wie lang ist der weiteste Weg, den eine Vogelart jährlich zum Überwintern auf sich nimmt? Du kannst deine Schätzung jetzt gerne in die Kommentare schreiben!

Woher wissen die Zugvögel, wann sie wegfliegen müssen?

Die Vögel haben einerseits eine innere Uhr, die sagt, wann sie fliegen müssen. Andererseits merken Vögel auch am Wetter und der Umwelt, dass die Tage kürzer werden und sie ihre Reise beginnen sollten.

Wie finden die Zugvögel den richtigen Weg?

Tagsüber orientieren sich die Vögel an dem Stand der Sonne und an der Landschaft. Nachts helfen die Sterne den Vögeln, damit sie sich nicht verirren. Sie orientieren sich aber auch an dem Magnetfeld der Erde. Dieses gibt magnetische Wellen ab. Anhand von diesen können sich die Zugvögel auch orientieren. 

Da der Weg oft sehr lang und voll mit Gefahren ist, überlebt nicht jeder Vogel die weite Reise. Vor allem für alte und schwache Vögel ist die Reise gefährlich. Um Kraft und Energie zu sparen, fliegen Vögel in bestimmten Formationen, wie in der Keilformation oder im Schwarm.

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Interessante Fakten:

Ein Zugvogel hat einmal einen 11500 km langen Flug von Alaska nach Neuseeland ohne Pause in 10 Tagen geschafft. Ein Sender, der an dem Vogel angebracht war, hat die Distanz gemessen.

Die Küstenseeschwalbe ist der Zugvogel, der jährlich am weitesten fliegt. Sie legen vom Nordpol bis zum Südpol jedes Jahr ungefähr 40 000 Kilometer zurück!

Streifengänse können über 9 000 Meter hoch fliegen!

Je größer der Zugvogel, desto öfter und länger muss er auf seiner Reise rasten.

Welcher dieser interessanten Fakten hat dich am meisten überrascht? Lass es uns mit einem Kommentar wissen! 🙂

Lernziele

Die Kinder sollen…

  • über Zugvögel lernen.
  • wissen, warum diese im Herbst wegfliegen.
  • über die Reise der Zugvögel lesen.

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