Donner, Wetter und Blitz

Du hast es sicher schon erlebt: Ein helles Licht erleuchtet dein Zimmer und kurz darauf kracht es ganz laut. Was das sein kann? Na klar, ein Gewitter! Fürchtest du dich davor? Das muss nicht sein, denn ganz oft passiert bei einem Gewitter gar nichts Schlimmes.

Der Donner (das, was so laut kracht) ist eigentlich völlig harmlos. Es handelt sich dabei nur um ein besonders lautes Geräusch, welches durch sich ausdehnende Luft entsteht.

Der Blitz ist schon gefährlicher, aber meistens schlägt er in Orte ein, wo er keinen Schaden anrichten kann, zum Beispiel in einen Blitzableiter, in den Boden, in einen See oder Fluss. Ein Blitz sucht sich zum Einschlagen gerne hohe Objekte wie Bäume aus. Auch Gewässer sind beliebte Ziele, da diese den Strom gut leiten. Deshalb sollte man sich bei einem Gewitter nicht in einem Wald aufhalten oder in einem See schwimmen. Auch eine weite Wiese ist gefährlich. Dort ist man leicht der höchste Punkt. Befindest du dich aber in einem Auto, Zug oder Haus, kann dir fast nichts geschehen.

Von 6 Millionen Menschen wird im Jahr nur ca. ein einziger von einem Blitz getroffen. Oft überleben diese Menschen sogar, wenn sie rechtzeitig ärztliche Hilfe bekommen.

Die meisten Schäden bei einem Gewitter entstehen auch gar nicht durch Blitze, sondern durch Stürme, starken Regen oder Hagel, welche oft gleichzeitig mit Gewittern auftreten.

Wenn du wissen möchtest, wie weit ein Gewitter entfernt ist, dann kannst du das ganz leicht ausrechnen. Du wartest, bis du einen Blitz siehst und beginnst dann Sekunden zu zählen, bis du den Donner hörst. Die Sekunden dividierst du dann einfach durch 3 und schon weißt du, wie viele Kilometer das Gewitter entfernt ist!

Quizfrage: Du hast bis 18 gezählt. Wie weit ist das Gewitter entfernt?

Das Gewitter ist 6 Kilometer entfernt. Du rechnest 18 : 3 = 6

Doch wie genau entstehen nun Blitz und Donner?

Der Blitz

Wenn Wasser verdampft, steigt es auf und es bilden sich Wolken. Möchtest du mehr über diesen Vorgang wissen, dann schau dir die Beiträge „Der Wasserkreislauf“ und „Luft & Wind“ an. Ist es sehr warm (z.B. an einem heißen Sommertag), dann steigt sehr viel Wasserdampf sehr schnell auf und große Gewitterwolken entstehen. Die Form dieser Gewitterwolken erinnert an einen Amboss.

Ein Amboss ist ein schwerer Gegenstand aus Stahl, welcher von Schmieden im Mittelalter verwendet wurde, um Rüstungen, Schwerter, und andere Gegenstände aus Eisen, herzustellen. Dafür wird das Eisen zuerst erhitzt und dann auf dem Amboss mit einem Hammer so lange geschlagen, bis es die richtige Form hat. Dabei fliegen einige Funken umher, was ein bisschen an die Blitze eines Gewitters erinnert.

Der Hammer ist übrigens auch Symbol des Wikinger – Gottes „Thor“. Laut den Wikingern entstand immer dann ein Gewitter, wenn Thor mit seinem Hammer auf einen Amboss schlug. Thor wurde deshalb auch als Donnergott bezeichnet. Vielleicht erinnert uns die Wolkenform eines Gewitters auch gerade deswegen so stark an einen Amboss?

Dadurch, dass die Teilchen so schnell aufsteigen, reiben sie viel aneinander. Diese Reibung erzeugt elektrisch geladene Teilchen die sich in der Wolke verteilen. Die negativen Teilchen sinken in der Wolke nach unten und die positiven Teilchen steigen weiter nach oben. Der Erdboden bildet ebenfalls eine positive Schicht. Zwischen diesen Schichten kommt es zu elektrischen Spannungen.

In der Natur aber, möchten alle Teilchen ausgeglichen sein. Das heißt, es sollen gleich viele positive wie negative Teilchen an einem Ort sein. Wird der Unterschied irgendwann zu groß, dann entlädt sich diese Spannung in Form eines Blitzes. Der Blitz zuckt immer von einer positiven Schicht zu einer negativen Schicht. Also, entweder vom oberen Teil der Wolke zum unteren Teil der Wolke, oder vom Erdboden zum unteren Teil der Wolke.

Damit gleichen sich die Ladungen wieder aus. Sind die Ladungen wieder ganz ausgeglichen, ist das Gewitter zu Ende.

Der Donner

Der Donner entsteht immer nach einem Blitz. Da ein Blitz extrem heiß ist (bis zu 30 000 Grad Celsius) dehnt sich die Luft um den Blitz herum blitzschnell aus. Ausdehnen bedeutet, die Luft braucht danach mehr Platz als zuvor. Diese ausgedehnte Luft erzeugt eine Schallwelle – den Donner. Wie das genau funktioniert, kannst du dir in diesem Video anschauen:

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Mit dem Wort Schall bezeichnen wir alle Geräusche, die wir hören können. Wenn du also etwas sagst, dann erzeugst du mit deinen Stimmbändern eine Schallwelle. Diese kann von andere Menschen gehört werden. Allerdings sind diese Schallwellen weniger laut, als wie der Donner.

Schallwellen breiten sich schnell aus, das Licht aber breitet sich noch viel schneller aus. Deshalb sehen wir immer zuerst den Blitz, bevor wir den dazu passenden Donner hören!

Abschluss Quizfrage: In welcher Jahreszeit gibt es die meisten Gewitter und wieso?

https://www.deutschlandfunk.de/studie-zu-blitzschlag-opfern-gefahr-durch-gewitter-wird.676.de.html?dram:article_id=463024 (Stand 23.02.2021)

https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/blitz-einschlag-unwetter-hilfe-100.html (Stand 23.02.2021)

https://www.weltderphysik.de/thema/hinter-den-dingen/gewitterblitze/ (Stand 23.02.2021)

Lernziele

  • Verstehen, wie ein Gewitter entsteht
  • Wissen über Blitz und Donner
  • Wissen, wie man berechnen kann, wie weit ein Gewitter entfernt ist
  • Wissen, wo man sich bei einem Gewitter besser nicht aufhält

Lernziele

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